Ursprünglich wurde der Begriff „Trauma” in der antiken griechischen Medizin für Wunden bzw. Verletzungen durch äussere Gewalteinwirkung verwendet. Ab dem 19. Jahrhundert fand er Eingang in die Psychologie, um bildlich eine „seelische Wunde“ oder Erschütterung zu beschreiben, die durch extreme Belastungen oder Lebensgefahr entsteht. In der Bibel finden sich von Anfang an zahlreiche Extremsituationen wie Naturkatastrophen, Krieg, Verrat, Geiselnahme, sexuelle Gewalt und Unterdrückung. Welche Antworten und welchen Trost hat Gottes Wort für Menschen mit traumatischen Erlebnissen in unserer Zeit? Dies wollen wir in diesem Seminar anhand der Heiligen Schrift aufzeigen.
Kosten: CHF 50.– pro Person (Barzahlung vor Ort). Anmeldung per E-Mail unter Kontakt.
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Samstag, 10 Uhr | Andy Vetterli «Ich bin traumatisiert»: die psychologische Deutung von TraumaDie Psychologie schafft es, menschliche Erfahrungen so zu beschreiben, dass wir uns darin wieder erkennen: „Das bin ja ich!“ Das gilt auch für das Thema „Trauma“. In diesem Vortrag schauen wir uns die Diagnose und Therapieansätze des psychologischen Ansatzes an. Dabei wird deutlich, warum dieser Ansatz einleuchtet, aber zu kurz greift. |
Samstag, 11 Uhr | Andreas Wiget Trauma in der Bibel: Gott ist den Leidenden nicht fernJoseph wurde mit 17 Jahren von seinen Brüdern in die Sklaverei verkauft. Hiob verlor an einem Tag sowohl Kinder als auch Hab und Gut. Naomi kehrte nach einer Hungersnot verwitwet aus Moab zurück. Und David wurde von Saul und seinem eigenen Sohn verfolgt. Der Schmerz, den diese Menschen durchmachen mussten, scheint lebensprägend. Wie kann man jemals über solche Dinge hinwegkommen? Manche reden von Schicksalsschlägen, die grundlos zustande kommen. Aber die biblische Sicht ist weit grösser und ermutigender. Gott ist den Leidenden nicht fern und bleibt in allem, was geschieht, das Zentrum der Hoffnung und Wiederherstellung. |
Samstag, 13:30 Uhr | Benjamin Lanz Mitten im Sturm – Umgang mit Traumatischem verstehenTraumatische Erlebnisse sind Lebensstürme, die vielen Menschen den Boden unter den Füssen wegreissen. Was beabsichtigte Jesus mit seinem bekannten Gleichnis, in dem er zwei Baumeister und deren Häuser, die auf unterschiedlichen Fundamenten stehen, in einem heftigen (Lebens-)Sturm vergleicht? Wie hilft uns das Wort Gottes, traumatische Erlebnisse zu verstehen? Ist sein Wort in der Lage, uns auf traumatische Extremerlebnisse vorzubereiten? |
Samstag, 14:30 Uhr | Brad Beevers (Live Videoübertragung USA) Gottes Seelsorge an einem schwer TraumatisiertenHiob ist das Vorbild eines Gläubigen, der sehr schwere Schläge erlitten hat. Einmalig an seiner Geschichte ist, dass Gott selbst Seelsorge mit ihm betreibt. Gottes Antwort auf Hiob ist auch unsere Antwort im Trauma. |
Samstag, 15:30 Uhr | Brad & Simone Beevers (Live Videoübertragung USA) Fallbeispiel: eine traumatische EheEine familiäre und intime Beziehung ist besonders schmerzhaft, wenn sie tief von liebloser Behandlung geprägt ist. Dass eine solche Beziehung zutiefst traumatisch sein kann, ist unbestritten. Gottes Eingreifen beginnt jedoch bei jedem selbst. Dieses Beispiel erzählt die Geschichte einer Ehefrau, die in einer sehr schweren Ehe lebt und durch biblische Beratung Hoffnung und Veränderung im Evangelium gefunden hat. |
